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Ergotherapie — Pädiatrie Gruppenangebote

Ergotherapie

Warum ein Gruppentraining?

Einige Kinder verhalten sich in Einzelsituationen oder im Umgang mit Erwachsenen eher unauffällig, in Gruppen, z.B. in der Schule oder im Kindergarten, treten aber Auffälligkeiten im Verhalten zu Tage. Diese Kinder unterstützen wir dabei, ihr Sozialverhalten zu optimieren um sich besser in einer Gruppe zu integrieren, Regeln einzuhalten sowie Teamfähigkeit zu erlangen. Weitere Ziele sind abhängig von den jeweiligen Gruppenangeboten und werden an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet.

Wann wird eine Gruppentherapie verordnet?

Meist ergibt sich die Verordnung aus der Einzeltherapie heraus, um deren Nachhaltigkeit zu fördern und das Erlernte im Alltag weiter zu verankern. In Anlehnung an die Richtlinien des Heilmittelkataloges findet eine Einzeltherapie in der Gruppe statt. Diese muss von Ihrem Arzt verordnet werden.

Vorgehen zur Gruppentherapie

Unsere Erfahrung in der Vergangenheit hat gezeigt, dass eine vorherige Einzeltherapie mit mindestens fünf Therapieeinheiten unumgänglich ist, um Ihr Kind so zu befunden, damit es mit den entsprechenden Anforderungen in die richtige Gruppe geplant werden kann. Diese umfassen ein ausführliches Anamnesegespräch, gezielte Beobachtungen, Befundungen und ein anschließendes Gespräch zur Planung des weitere Vorgehens. Leider kommen immer weniger Gruppen zustande, da die geeigneten Teilnehmer im Alltag derart eingespannt sind, dass ein passender Termin nur schwer gefunden wird. Eine gewisse Flexibilität sollte bei der Terminvereinbarung mitgebracht werden. In der Regel sind beginnend zehn Therapieeinheiten Gruppe verordnet. Diese sollten dringend eingehalten werden können. Sie werden von uns geplant und mit Ihnen sowie den anderen Teilnehmern fixiert. Bitte weißen Sie uns bei Ihrer telefonischen Anmeldung auf eine empfohlene Gruppentherapie des verordnenden Arztes hin.
 

Zu unseren Gruppenangeboten zählen:

Marburger Konzentrationstraining (MKT)
für Vor- und Grundschüler sowie Jugendliche

Dieses Training verfolgt mehrere Zielsetzungen:
• Erhöhung der Selbststeuerung und Selbstständigkeit
• planvolles, systematisches Bearbeiten von Aufgaben
• reflexiver Arbeitsstil statt impulsivem Vorgehen
• vernünftiger Umgang mit Fehlern
• lernen des Umgangs mit Regeln
• Verbesserung der Leistungsmotivation
• Zutrauen in eigenes Können
• Stärkung der Eltern
• Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion
Gruppen:
• Vorschulgruppe
• Grundschulgruppe 1. bis 2. Klasse
• Grundschulgruppe 3. bis 4. Klasse
• Jugendgruppe

Sozialkompetenztraining für Vor- und Grundschüler

Aufgabe des Trainings ist die Verbesserung der Sozialkompetenz in sehr konkreten, alltagsnahen Situationen. Die Durchführung findet mit zwei Therapeuten statt. Die Kinder erarbeiten soziale Regeln und Handlungsmöglichkeiten, erproben diese in der Gruppe und festigen sie durch Hausaufgaben in ihrem jeweiligen Umfeld (Familie, Kindergarten/Schule, Freizeit).

Gruppen:
• Mindestteilnehmerzahl 4

Feinmotorik- und Grafomotoriktraining nach Pauli und Kisch

Dieses Training verfolgt je nach Bedürfnissen der Kinder eine oder mehrere der folgenden Zielsetzungen:
• Verbesserung der Sitzhaltung
• Verbesserung der der Schulter- und Ellenbogenbeweglichkeit
• Verbesserung der Handgelenks- und Fingerbeweglichkeit
• Förderung der Koordination
• Förderung der Schreibmotorik
• Arbeitsplatzgestaltung
Gruppen:
• Mindestteilnehmerzahl 4

„Intergroup“ mit ergotherapeutischem und logopädischem Schwerpunkt

Dieses Training findet zusammen mit einer Ergotherapeutin und einer Logopädin statt. Dieses Gruppensetting bietet Kindern mit ergotherapeutischem und logopädischem Behandlungsbedarf die Möglichkeit zusammen mit Gleichaltrigen zu lernen und die Ziele zu verwirklichen. Die Gruppen werden mit Kindern gleicher oder ähnlicher Störungsbilder zusammengestellt.

Aus dem Bereich der Ergotherapie fließen u. a. folgende Inhalte ein:
• Konzentration und Aufmerksamkeitsfokusierung
• Sozialkompetenztraining wie Frustrationstoleranz, Regeln einhalten etc.
• Fein-, Grafo- und Schreibmotorik
Die logopädischen Schwerpunkte liegen u. a. in:
• der auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung
• der phonologischen Bewusstheit
• dem Sprachverständnis (Verbal oder Lese-Sinnverständnis)
• den grammatikalischen Fähigkeiten
• den höheren sprachlichen Kompetenzen (strukturiertes Erzählen, Be- bzw. Umschreiben, Erörtern, Diskutieren)
• der Einhaltung von Kommunikationsregeln
Gruppen:
• Mindestteilnehmerzahl 4

 

Zusammenarbeit mit dem sozialen Umfeld des Kindes

Unser Anliegen ist die Bewährung der Therapieerfolge im Alltag. Um dies zu erreichen, ist die Einbeziehung der Eltern und weiterer Bezugspersonen wie der Lehrer oder Erzieher von großer Wichtigkeit und trägt entscheidend zum Therapieerfolg bei.